Magen-Darm-Infektionen (Erbrechen und Durchfall) werden durch Bakterien z. B. Salmonellen, Viren (z. B. Rotas) oder Toxine (Giftstoffe) verursacht. Die Behandlung ist im Wesentlichen immer die selbe.

Bei Erbrechen:

Säuglinge:
Emesan S (Kinder unter 1 Jahr)
Emesan K (Kinder bis 12 Jahre)
Emesan E (Kinder ab 12 Jahre)
Alternativ:
Vomex 40 (Kinder bis 6 Jahre, 6kg bis 25kg)
Vomex 70 (Kinder ab 6 Jahre)
Vomex 150 (ab 14 Jahre, auch Erwachsene)

Nach 1/2 Stunde Oral pädon Lösung (Beutel in 200 ml Wasser auflösen) oder Tee geben s. u.:
1 Tasse dünnen Schwarz-, Kamille- oder Fencheltee
1 Prise Salz
1 Teel. Traubenzucker

Unter 1. Jahr:
Einen Teel. alle 2- 5 Minuten von der Lösung/ Tee geben.
Über 1. Jahr:
Einen Eßlöffel bzw. schluckweise Lösung/ Tee alle 2–5 Minuten geben.

Nach 1–2 Stunden:
Trinkmenge auf 40–50 ml (1/2 Teeglas) alle 20–30 Minuten erhöhen. Nach weiteren 1–2 Stunden wieder freies Trinken, also insges. 4–6 Stunden Nahrungspause! Diät siehe bei Durchfall.

Bei Durchfall (Enteritis):

Diätplan für Kinder unter einem Jahr:
4 Stunden nur obige Lösung/bzw. Tee trinken lassen dann Milchflasche (Pre Humana, Humana, Beba, Hipp, etc.), keine Frischmilch !!!!
1. Tag:
2. Tag:

3. Tag:
4. Tag:
3 Meßl. auf 200 ml Wasser
4 Meßl. auf 200 ml, dann auch wieder Karotten/ Bananenbrei möglich
5 Meßl. auf 200 ml
wieder wie normal


Diätplan für Kinder über ein Jahr:
6 Stunden nur obige Lösung/ bzw. Tee trinken lassen, danach vorsichtige Diätbeginn mit Salzstangen, dann s. u.
Frühstück:
Brezeln, Laugenbrötchen, Zwieback, Toast, keine Butter
Mittags:
Spaghetti mit Tomatensauce, Karotten, Kartoffelpüree (mit Wasser angemacht), Reis, gekochtes Hühnchen, Reisbrei
Zwischen durch:
Bananen zerdrückt, Äpfel zerrieben.
Was nicht geben:
Keine frische Milch, nichts fettiges (Wurst, fettes Fleisch) nichts blähendes

Achtung:
Anhaltendes Erbrechen, auffallend schläfrig oder kein Urin in den letzten 6 Stunden abgesetzt unbedingt Kinderarzt oder Kinderklinik aufsuchen!!!!!!!


Zecken:
siehe auch FSME unter "Impfungen"

Borreliose:
Die meisten Infektionen verlaufen ohne klinische Manifestation. bis zu 5% Prozent der gesunden Blutspender haben Antikörper gegen Borrelien. 90% häufigste Erkrankung Erythema migrans oder Wanderröte sonstige Neuroborreliose: Kopfschmerzen, Hirnnervenlähmung, u.a. Häufigkeit: Übertragungsrisiko nach Zeckenstich bei ca 4-4,5%. In den ersten 24 Stunden nach Zeckenstich kommt es meist nicht zur Übertragung.
Quelle: Prof. Dr. H. Nentwich: Monatschrift Kinderheilkunde (4/2011)S. 368-372: Diagnostik der Lyme Borreliose